Ich als Tagespflegeperson erhalte für die Betreuung eines Tagespflegekindes einen Aufwandsersatz, auch Betreuungsgeld genannt. Dieses Betreuungsgeld kann aus öffentlicher Hand gezahlt werden, z.B.: Jugendamt, wobei die Eltern (meist) einen geringen Beitrag an das Jugendamt zahlen müssen. Auch ist die komplette private Zahlung durch die Eltern der Kinder möglich, z.B.: wenn Sie dem Jugendamt Ihr Einkommen nicht offenlegen wollen.

Öffentliche Kostenübernahme

Seit einigen Jahren übernimmt das Jugendamt der Stadt, in der das zu betreuende Kind wohnt, auf Antrag der Eltern die Zahlung einer laufenden Geldleistung direkt an die Tagespflegeperson. Die Tabellen dazu sind auf meine Website einzusehen. Da Tagespflegeeinrichtungen mit Kindergärten gleich gestellt sind, sind die Tabellen die sich an dem Gehalt der Eltern orientieren gleich.

Um die laufenden Geldleistung des Jugendamtes in Anspruch nehmen zu können (mehr als 25 Stunden / Monat), muss die Betreuung erforderlich sein, d.h

  • es muss eine Erwerbstätigkeit der Eltern vorliegen oder
  • die Eltern müssen sich in Berufsausbildung befinden bzw.
  • bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend gemeldet sein oder
  • es müssen gesundheitliche Gründe oder andere Belastungssituationen vorliegen, die eine Betreuung erfordern.

Das Jugendamt zieht die Eltern des Kindes zur Beteiligung an der laufenden Geldleistung heran. Der (meist niedrige) Kostenbeitrag der Eltern wird dabei meist abhängig vom Einkommen festgelegt, je nach Jugendamt.

Private Kostenübernahme

Natürlich können Sie Ihr Kind statt über das Jugendamt gefördert, auch privat zahlend zu den MiniPiraten schicken. Dabei übernehmen Sie dann die vollen monatliche Kosten.

Nebenkosten

Neben den Betreuungskosten wird noch ein geringer Pauschalbetrag im Monat fällig für Nahrungsmittel. Die Pauschale richtet sich nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gemäß einer Studie vom Juni 2014. Unsere Kosten belaufen sich auf 4,50 Euro pro Tag, ca. 4 Euro für die Hauptmahlzeit pro Tag und 50 Cent pro Tag für Getränke und Snacks, bei pauschal 20 Betreuungstagen pro Monat sind also 90,- Euro als Pauschalbetrag für Nahrungsmittel zusätzlich zu zahlen. Diese Pauschale übernimmt zum großen Anteil die Sozialämter bei Bezug von ALG II. Weitere Details hierzu erhalten Sie im persönlichen Gespräch.